Bremsbeläge
wechseln (am Beispiel eines Honda Civic, Bj. 87-95)
Achtung:
die
bremsbeläge sind
bestandteil der allgemeinen betriebserlaubnis (ABE), ausserdem sind sie
vom
werk
aus
auf das jeweilige modell
abgestimmt.
es
empfiehlt sich deshalb, nur
die vom automobilhersteller freigegebenen bremsbeläge zu verwenden.
Hinweis:
abgefahrene
bremsbeläge
verursachen beim bremsen ein quitschgeräusch.
dieses
geräusch wird durch
bleche verursacht, welche an die bremsbeläge angenietet sind und beim
erreichen
der
verschleissgrenze die sich
drehende bremsscheibe berühren.
Ausbau:
stellung
der vorderräder zur
radnabe mit farbe kennzeichen.
dadurch
kann das
ausgewuchtete rad wieder in derselben position montiert werden.
radmutter
lösen dabei muss
das fahrzeug auf dem boden stehen.
fahrzeug
vorn aufbocken und
vorderräder abnehmen.
Achtung:
sollten
die bremsbeläge wieder
verwendet werden, so müssen sie beim
ausbau
markiert werden.
ein
wechsel der beläge von der
aussen und innenseite und umgekehrt oder auch vom linken zum rechten
rad is
nicht
zulässig.
grundsätzlich
alle scheibenbremsbeläge
an beiden vorderrädern gleichzeitig ersetzen, auch wenn nur ein belag
die
verschleissgrenze
erreicht hat.
dabei sollten auch die zwischenbleche erneuert werden.
belaghaltefedern
müssen dagegen
nur erneuert werden, wenn sie verformt oder beschädigt sind.
*WO
VORHANDEN, die schrauben
von der Bremsschlauchhalterung abschrauben.
DER
BREMSSCHLAUCH BLEIBT
ANGESCHLOSSEN: WIRD ER GELÖST LÄUFT BREMSFLÜSSIGKEIT AUS UND
BEIM
EINBAU MUSS DAS
BREMSSYSTEM ENTLÜFTET WERDEN.
*Schraube
vom unteren Führungsbolzen
abschrauben
*Bremsattel
nach oben
schwänken
*Äusseren
Bremsbelag mit
Zwischenblech aus dem Bremssattel nehmen
*Inneren
Bremsbelag und ggf
Zischenbleche aus dem Bremssattel
nehmen
Hinweis:
Die
Zwischenbleche vom innerem
Bremsbelag sind bei einigen Modellen
91
nich vorhanden.
Der
Bremsbelag mit dem
Verschleissanzeigeblech liegt innen, dies ist
beim
Einbau der neuen
Bremsbeläge zu beachten.
*Bremsbelag-Haltefedern
herrausnehmen
Einbau:
Achtung
:
Bei
ausgebauten Bremsbelägen
nicht auf das Bremspedal treten, sonst
wird
der Kolben aus dem Gehäuse
herrausgedrückt. In diesem Fall
Bremssattel
komplett ausbauen
und Kolben in der Werkstatt einsetzen
lassen.
*Führungsflächen
bzw. Sitz
der Beläge im Gehäuse mit einer Weichmetall-
bürste,
anschliessend mit
Lappen und Spiritus reinigen. (FETTFREI)
Keine
mineralölhaltigen
Lösungsmittel oder scharfkantigen Werkzeuge
verwenden.
*Bremsbelag-Haltefedern
einsetzen
*Der
folgende Arbeitsgang ist
nicht unbedingt notwendig, jedoch
empfehlenswert:
Um ein
Quitschen der Scheibenbremsen zuverhindern,
die
Rückseiten der
Bremsbeläge sowie die Zwischenbleche an den
äusseren
Kanten dünn mit
Antiquitschpaste (Kupferpaste), z.B.
Molykote
M77, Plastilupe oder
Liqui Moly LM-508-ASC, DÜNN bestreichen.
Achtung:
Paste
nicht auf die
Bremsflächen kommen lassen, ggf. mit Spiritus
abwischen.
*Vor
Einbau der Beläge ist
die Bremsscheibe durch Abtasten mit den
Fingern
auf Riefen zu
untersuchen.
Riefen
dürfen nicht tiefer
als 0,4 mm sein.
Riefige
Bremsscheiben können
abgedreht werden (Werkstattarbeit),
sofern
sie noch eine
ausreichende Dicke aufweisen.
*Bremsscheibendicke
messen,
bei erreichen der Verschleissgrenze
erneuern
( 91-95
Verschleissgrenze bei 19,0 mm )
( 87-91 Verschleissgrenze bei
17,0 mm )
für
87-91 mit der 1,3 lieter
maschine Verschleissgrenze 10,0 mm
*Bremskolbenmanschette
auf
Anrisse prüfen.
Eine
beschädigte Manschette
umgehend ersetzen lassen, da
eingedrungener
Schmutz
schnell zu Undichtigkeiten des Bremssattels
führt.
Der
Bremssattel muss hierzu
zerlegt werden (Werkstattarbeit).
Achtung:
Bei
hohem Bremsbelagverschleiss
Leichtgängigkeit des Kolbens prüfen.
Dazu
einen Holzklotz in den
Bremssattel einsetzen und durch Helfer
auf
das Bremspedal tretten
lassen.
Der
Bremskolben muss sich
leicht in das Gehäuse zurück drücken lassen.
Zur
Prüfung muss der andere
Bremssattel eingebaut sein.
Darauf
achten das der
Bremskolben nicht ganz herausgedrückt wird.
Bei
schwergängigem Kolben
Bremssattel instandsetzen (Werstattarbeit).
*Bremskolben
mit
Rücksetzverrichtung z.B. Hazet 4970/3 zurückdrehen.
Es
geht auch mit einem
Hartholzstab (Hammerstiel), dabei jedoch
besonders
darauf achten, dass
der Kolben nicht verkantet wird und
Kolbenfläche
sowie Staubkappe
nicht beschädigt werden.
Achtung:
Beim
Zurückdrücken des Kolbens
wird Bremsflüssigkeit aus dem
Bremszylinder
in den
Ausgleichsbehälter gedrückt.
Flüssigkeit
im Behälter
beobachten, evtl. Bremsflüssigkeit mit einem
Saugheber
absaugen.
SICHERHEITSHINWEISS:
Zum Absaugen
eine Entlüfter-oder Plastikflasche,
die nur mit
Bremsflüssigkeit
in Berührung kommt.
Keine
Trinkflaschen verwenden.
Bremsflüssigkeit
ist giftig und darf auf gar kein
Fall mit dem Mund über
einen Schlauch
abgesaugt werden. Saugheber
verwenden.
Auch nach dem
Belagwechsel darf die Max-Marke am
Bremsflüssigkeits-
behälter nicht
überschritten werden, da sich
erwärmte Bremsflüssigkeit
ausdehnt.
Ausgelaufene Bremsflüssigkeit läuft am
Hauptbremszylinder
herunter,
zerstört den Lack und führt zur Rostbildung.
Achtung:
Das
Verschleissanzeigeblech
befindet am inneren Bremsbelag.
*Äusseren
Bremsbelag mit
Zwischenblech in den Bremssattel einsetzen.
*Inneren
Bremsbelag und ggf.
Zwischenbleche einsetzen.
Nochma
Zwischenbleche sind
bei einigen Modellen bis 91 nicht vorhanden.
*Gesäuberte,
trockene
Schrauben der Führungsbolzen am Gewinde mit
Sicherungsmittel,
z.B.
Loctite Typ 243, bestreichen.
Korrodierte
und beschädigte
Schrauben erneuern.
*Bremssattel
nach unten
schwenken und Schraube am unteren
Führungsbolzen
mit 28Nm
anschrauben.
Achtung:
Bei
Modellen bis 91 werden
unterschiedliche Schrauben am unteren
Führungsbolzen
verwendet.
Das
Anzugsdrehmoment von 28Nm
gilt für schrauben mit einem
Gewindedurchmesser
von 8mm, ist
eine Bundschraube eingebaut mit
einem
Gewindedurchmesser
beträgt das Anzugsdrehmoment 50Nm.
*Schrauben
für
Bremsschlauchhalterung mit 10Nm anschrauben.
*Vorderräder
so ansetzen,
dass die beim Ausbau angebrachten
Markierungen
übereinstimmten.
Vorher
Zentriersitz der Felge
an der Radnabe mit Wälzlagerfett dünn
einfetten.
Radmuttern
NICHT fetten oder
ölen. Korrodierte Radmuttern erneuern.
Räder
anschrauben.
Fahrzeug
ablassen und
Radmuttern über Kreuz mit 110Nm festziehen.
Achtung:
Bremspedal
im Stand mehrmals
kräftig niedertreten, bis fester
Widerstand
spürbar ist.
Dadurch
werden die Bremsbeläge
an die Scheibe angelegt und nehmen einem Betriebszustand entsprechenden
Sitz
ein.
*Bremsflüssigkeitsstand
im
Ausgleichsbehälter prüfen, ggf. bis Max-
Marke
auffüllen.
Sicherheitskontrolle
durchführen:
SIND
DIE BREMSCHLÄUCHE FEST???
BEFINDET
SICH DER
BREMSSCHLAUCH IN DER HALTERUNG???
SIND
DIE ENTLÜFTUNGSSCHRAUBEN
FEST???
IST
GENÜGEND BREMSFLÜSSIGKEIT
EINGEFÜLLT???
Bei
laufendem Motor
Dichtheitskontrolle durchführen:
Hierzu
Bremspedal mit 200 bis
300 N (ca.20 - 30 Kg) etwa 10 sec.
betätigen.
Das
Bremspedal darf nicht
nachgeben.
Sämtliche
Anschöüsse auf
Dichtheit kontrolieren.
Neue
Bremsbeläge vorsichtig
einbremsen, dazu Fahrzeug mehrmals
von
ca. 80km/h auf 40km/h mit
geringem Pedaldruck abbremsen.
Während
einer Fahrstrecke von
rund 200km unnötige Vollbremsungen
vermeiden.
Ich hafte
aber für nix und wer
Rechtschreibfehler findet darf sie behalten.
mfg marcel
(DJCry)